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Website-Relaunch und Migration ohne vermeidbare Verluste planen

Ein Relaunch ist kein Austausch von Seitenbildern. Die Unterlage führt durch Inventar, Entscheidungen, Verantwortlichkeiten, Tests und die ersten Wochen nach der Veröffentlichung.

So verwenden Sie die Unterlage

Die Checkliste liefert keine automatische Bewertung. Sie macht Annahmen, Nachweise und offene Entscheidungen sichtbar.

  1. 01

    Vor Beginn einen verantwortlichen Entscheider und ein vollständiges Inventar festlegen.

  2. 02

    Für jede bestehende URL und Funktion eine dokumentierte Zielentscheidung treffen.

  3. 03

    Tests, Freigaben, Veröffentlichungsfenster und Rückfallweg vorab planen.

  4. 04

    Nach dem Start technische, redaktionelle und Suchsignale über mehrere Wochen prüfen.

01

Ziele und Verantwortlichkeiten

Den Relaunch an geschäftlichen Aufgaben statt an Geschmack ausrichten.

Zu prüfen

  • Probleme des bestehenden Auftritts sind konkret dokumentiert.
  • Entscheidungs-, Inhalts- und Technikverantwortung sind benannt.
  • Erfolgskriterien für Nutzerwege, Qualität und Betrieb sind festgelegt.
  • Freigabewege und Reaktionszeiten im Projekt sind realistisch.
02

Bestandsinventar

Alle öffentlich oder betrieblich relevanten Bestandteile erfassen.

Zu prüfen

  • URLs aus Sitemap, Analytics, Search Console und Serverdaten sind zusammengeführt.
  • Downloads, Bilder, Formulare, Weiterleitungen und Kampagnenlinks sind erfasst.
  • Wichtige Suchanfragen und externe Verweise sind den Zielseiten zugeordnet.
  • Eigentümer, Zugänge, Verträge und Lizenzen sind auffindbar.
03

URL- und Inhaltsentscheidungen

Für jede relevante Adresse eine nachvollziehbare Zukunft festlegen.

Zu prüfen

  • Übernehmen, zusammenführen, weiterleiten oder entfernen ist je URL entschieden.
  • Weiterleitungsziele beantworten dieselbe oder eine sehr ähnliche Nutzerabsicht.
  • Inhalte werden fachlich geprüft statt ungefiltert kopiert.
  • Metadaten, interne Links und strukturierte Daten werden neu zugeordnet.
04

Funktionen und Datenwege

Sichtbare und unsichtbare Betriebsverbindungen vor dem Wechsel sichern.

Zu prüfen

  • Formulare, Empfänger, Bestätigungen und Fehlerfälle sind dokumentiert.
  • CRM, Newsletter, Buchung, Tracking und andere Integrationen sind geprüft.
  • Personenbezogene Daten und Einwilligungen werden nicht ungeplant migriert.
  • Domain, DNS, E-Mail und Zertifikate sind vom Website-Start getrennt beherrschbar.
05

Abnahme und Veröffentlichung

Den Start als kontrollierten technischen Vorgang vorbereiten.

Zu prüfen

  • Desktop, Mobil, Tastatur, Formulare, Links und Kerninhalte sind geprüft.
  • Sitemap, Robots, Canonicals und Weiterleitungen stimmen mit der Matrix überein.
  • Backup, Rückfallweg und verantwortliche Personen sind verfügbar.
  • Der Veröffentlichungszeitpunkt lässt eine unmittelbare Nachkontrolle zu.
06

Nachkontrolle

Fehler und unerwartete Verluste nach dem Start früh erkennen.

Zu prüfen

  • Erreichbarkeit, Formulare, Fehlerlogs und wichtige Nutzerwege werden sofort geprüft.
  • 404, Weiterleitungen, Crawling und Indexierung werden wiederholt kontrolliert.
  • Analytics- und Conversion-Messung werden gegen echte Testfälle geprüft.
  • Offene Punkte erhalten Verantwortliche und verbindliche Termine.

Fragen für die abschließende Entscheidung

Nicht jede offene Frage verhindert eine Entscheidung. Sie sollte aber sichtbar und bewusst übernommen sein.

  1. Sind alle geschäftlich relevanten Alt-URLs entschieden?
  2. Welche Funktion könnte beim Start unbemerkt ausfallen?
  3. Wer darf am Veröffentlichungstag verbindlich entscheiden?
  4. Wie wird innerhalb weniger Minuten auf den alten Stand zurückgekehrt?
  5. Welche Signale werden nach einem Tag, einer Woche und einem Monat geprüft?

Als Arbeitsunterlage mitnehmen

Die PDF-Fassung enthält Ankreuzfelder, Nachweislisten und Platz für eigene Notizen. Sie kann intern und mit verschiedenen Anbietern verwendet werden.

CGN Relaunch- und Migrationsplan als PDF