Bis 2025 könnten 50% aller Webseiten auf WordPress basieren.

Eine Prognose aus dem Jahr 2021 führt über eine Zeitleiste zu einem späteren Prüfpunkt mit CMS-Bausteinen, Alternativen und Analyse
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Historischer Hinweis: Dieser Beitrag wurde im Mai 2021 als Prognose veröffentlicht. Das Jahr 2025 liegt inzwischen zurück. Die damalige Vorhersage wird deshalb hier nicht als aktuelle Tatsache, sondern als Anlass eingeordnet, Marktprognosen kritisch zu bewerten.

Im Jahr 2021 deuteten viele Marktbeobachtungen auf ein anhaltendes Wachstum von WordPress hin. Daraus entstand die These, bis 2025 könne etwa jede zweite Website auf diesem System basieren. Solche Aussagen wirkten plausibel, weil WordPress bereits damals eine große Verbreitung, ein breites Erweiterungsangebot und eine aktive internationale Gemeinschaft besaß. Eine Prognose ist jedoch keine Garantie: Messmethode, betrachtete Grundgesamtheit und Veränderungen des Marktes beeinflussen das Ergebnis.

Warum WordPress so stark wachsen konnte

Das System senkte die Einstiegshürde für redaktionell gepflegte Websites und ließ sich zugleich für individuelle Projekte erweitern. Unternehmen konnten Inhalte selbst verwalten, Agenturen eigene Themes und Funktionen entwickeln und Hostinganbieter standardisierte Pakete anbieten. Diese Kombination aus Zugänglichkeit und Erweiterbarkeit unterstützte die Verbreitung.

Marktanteile brauchen eine genaue Definition

Je nach Statistik kann sich ein Marktanteil auf alle erfassten Websites, nur auf Websites mit erkanntem Content-Management-System oder auf eine Auswahl besonders stark besuchter Angebote beziehen. Auch inaktive Domains und technisch nicht eindeutig erkennbare Systeme verändern Zahlen. Prozentwerte aus unterschiedlichen Quellen sind deshalb nicht automatisch vergleichbar.

Verbreitung ersetzt keine Projektentscheidung

Ob WordPress zu einem Unternehmen passt, entscheidet nicht allein seine Popularität. Wichtig sind Inhaltsmodell, benötigte Funktionen, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten, Sicherheitsanforderungen, Budget und langfristige Pflege. Für viele Unternehmenswebsites ist WordPress weiterhin eine flexible Basis. Für andere Vorhaben können spezialisierte Shop-, Portal- oder Baukastensysteme besser geeignet sein.

Was aus der Prognose bleibt

Der Rückblick zeigt vor allem, wie schnell aus einem Trend eine scheinbar sichere Zukunftsaussage wird. Aussagekräftiger als eine runde Zielzahl sind die Gründe hinter der Entwicklung: ein großes Ökosystem, breite Hosting-Unterstützung, flexible Inhaltsverwaltung und die Fähigkeit, sich an neue Anforderungen anzupassen. Für eine konkrete Website bleibt dennoch die Qualität von Konzeption, Umsetzung und Wartung wichtiger als der globale Marktanteil.

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